Einrichtungsordnung

 

 

 Kindergarten

Adolph Kolping

Lindenallee 1b

89420 Höchstädt

Tel. 09074/6684

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E I N R I C H T U N G S O R D N U N G

 

  

Die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ - Stiftung des öffentlichen Rechts -

mit dem Sitz in der Kirchgasse 8, 89420 Höchstädt, erlässt für den katholischen Kindergarten

„Adolph Kolping“ folgende Einrichtungsordnung

  

Präambel

 

Der katholische Kindergarten „Adolph Kolping“ ist eine Einrichtung der katholischen Kirche und Ausdruck ihres seelsorglichen und caritativen Engagements. Trägerin der Einrichtung ist die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“. Er erhält seine besondere Prägung durch das im katholischen Glauben gründende Welt- und Menschenbild. Durch die Teilhabe am Leben sowie der Pfarrgemeinde und Miterleben der Feste und Feiern des Kirchenjahres erfährt sich das Kind als Mitglied der Gemeinschaft. Durch diese elementaren, mitmenschlichen Erfahrungen soll die Grundlage für Gotteserfahrung und die Begegnung mit Gott geschaffen werden.

Der Kindergarten „Adolph Kolping“ ist offen für Kinder aus Familien anderer Glaubenshaltungen. Er achtet die religiöse Überzeugung, die Kindern dieser Familien in ihrem Elternhaus vermittelt wird. Von den Eltern wird jedoch erwartet, dass sie das religiöse Angebot der Einrichtung respektieren, das in den Gruppen statt findet und vorgelebt wird. Sind mit einem Besuch in der Kirche, das feiern des Geburtstags, das empfangen des Aschekreuzes usw. Ist dies von den Eltern nicht gewünscht, bitten wir, die Kinder an diesen Tagen Zuhause zu lassen.

 

Der Kindergarten „Adolph Kolping“ wird gemäß den geltenden gesetzlichen Bestimmungen in ihrer jeweils gültigen Fassung, derzeit insbesondere des Bayerischen Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes (BayKiBiG) und seiner Ausführungsverordnung (AVBayKiBiG) geführt.

 

 

§ 1

[Aufgaben der Kindertageseinrichtung]

 

Die Kindertageseinrichtung unterstützt, ergänzt und begleitetet die Eltern in ihrer Erziehungsaufgabe und - Verantwortung unter Orientierung am bayerischen Bildungs- und Erziehungsplan. Dabei berücksichtigt die Kindertageseinrichtung die wachsende Fähigkeit und das wachsende Bedürfnis des Kindes zu selbständigem, verantwortungsbewusstem Handeln. Er bietet kindgemäße Bildungsmöglichkeiten an, gewährt allgemeine und individuelle erzieherische Hilfen, fördert die Persönlichkeitsentwicklung sowie soziale Verhaltensweisen und versucht, Entwicklungsmängel auszugleichen. Er berät die Eltern in Erziehungsfragen. Die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ ist als Trägerin verantwortlich für die gesamte Betreuungs-, Bildungs- und Erziehungsarbeit in den Kindertageseinrichtungen. Leitziel der pädagogischen Arbeit ist der wertorientierte, gemeinschaftsfähige, schöpferische Mensch, der sein Leben eigenverantwortlich gestalten und den Anforderungen in Familie, Staat und Gesellschaft gerecht werden kann.

 

 

§ 2

[Aufnahmevoraussetzungen]

 

Die Aufnahme des Kindes in den Kindergartenerfolgt zunächst auf Probe. Die Probezeit, in der festgestellt werden soll, ob das Kind für den Besuch der Einrichtung geeignet ist, beträgt 8 Wochen. In dieser Zeit kann von beiden Seiten ohne Kündigungsfrist gekündigt werden.

 

 

§ 3

[Öffnungszeiten, Nutzungszeiten]

 

(1)       Die regelmäßigen Öffnungszeiten des Kindergartens werden von der katholischen Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ nach Anhörung der Einrichtungsleitung, der MAV, des Elternbeirats und der Auswertung der jährlichen Elternbefragung festgelegt. Auch werden Kernzeiten für pädagogisches Arbeiten, in denen die Kinder in den Einrichtungen anwesend sein müssen, festgelegt.

Der Kindergarten „Adolph Kolping“ ist geöffnet:

Montag – Freitag von 7.00 Uhr bis 15.00 Uhr.

 

(2)       Die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ ist berechtigt, die Öffnungszeiten der Kindertageseinrichtungen, insbesondere aus betrieblichen oder personellen Gründen, auch während des laufenden Betreuungsjahres zu ändern. Änderungen während des laufenden Kindergartenjahres werden den Eltern rechtzeitig, mindestens einen Monat voraus, schriftlich bekannt gegeben.

(3)       Die Eltern sind verpflichtet, die Kernzeit von 8.30 Uhr bis 12.00 Uhr einzuhalten. Im Interesse des Kindes und der pädagogischen Zielsetzung soll die Kindertageseinrichtung regelmäßig besucht werden.

 

§ 4

[Schließzeiten, Ferienordnung]

 

(1)       Die Tage, an denen die Kindertageseinrichtung geschlossen ist (Schließzeiten), werden von der katholischen Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ festgelegt und den Eltern zu Beginn eines jeden Betreuungsjahres schriftlich oder durch Aushang in der Einrichtung bekannt gegeben. Schließzeiten sind insbesondere möglich in Ferienzeiten, an kirchlichen Feiertagen sowie anlässlich von Fortbildungen, Besinnungstagen  und Betriebsausflügen der Mitarbeiter/innen.

 

(2)       Der Kindertagarten ist in der Regel geschlossen während der Weihnachtsschulferien und drei Wochen während der Sommerschulferien. 

 

(3)       Muss die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ den Kindergarten aus dringenden betrieblichen Gründen vorübergehend schließen, werden die Eltern unverzüglich informiert. Dringende Gründe sind z. B. die Anordnung durch die Bayerische Staatsregierung, das Gesundheitsamt oder wenn ein ordnungsgemäßer Betrieb durch Krankheit oder Ausfall der Mitarbeiter/innen nicht gesichert werden kann z.B. durch Naturkatastrophen oder Sonstiges.

 

(4)       Ist die Kindertageseinrichtung aus einem der in Abs. 1, 2 oder 3 genannten Gründe geschlossen, haben die Eltern keinen Anspruch auf Öffnung und können wegen der Schließung keinen Schadensersatz fordern.

 

§ 5

[Elternbeitrag]

 

(1)       Der Elternbeitrag ist für das gesamte Betreuungsjahr zu bezahlen, auch für die Schließzeiten sowie bei Abwesenheit des Kindes.

 

(2)       Der Elternbeitrag wird in 12 monatlichen Beträgen erhoben. Der monatliche Elternbeitrag setzt sich zusammen aus dem Elternbeitrag und bei Bedarf der Mittagsverpflegung.

Die Gebührenordnung liegt dieser Kindertageseinrichtungsordnung bei.

 

 

Beim Jugendamt/Sozialamt können Eltern einen Antrag auf Kostenübernahme stellen. Bis zum Vorliegen eines positiven Bescheids des Kostenträgers und dem Eingang der Beiträge haben die Eltern den geschuldeten Elternbeitrag zu entrichten. Ebenso kann für die Mittagsverpflegung eine Unterstützung über das Bildungspaket beantragt werden.

  

(3)       Der Elternbeitrag ist im Voraus bis zum 15. Werktag eines jeden Monats zu entrichten. Der Beitrag wird durch das Kita-Zentrum St. Simpert im Auftrag der  katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ per Lastschriftverfahren eingezogen. Barzahlung ist nicht möglich.

 

(4)       Die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ ist berechtigt, den Elternbeitrag zu Beginn eines jeden Betreuungsjahres neu festzusetzen. Darüber hinaus kann eine Anpassung des Kindergartenbeitrages vorgenommen werden, sofern und soweit die allgemeine Kostenentwicklung dies erfordert. Die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ hört den Elternbeirat bei der Festlegung des neuen Elternbeitrages an. Die Anpassungen werden zu Beginn des zweiten Monats wirksam, der auf die Benachrichtigung der Eltern folgt.

 

§ 6

[Aufsichtspflicht]

 

(1)       Die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ übernimmt von den (nach § 1631 Abs. 1 BGB gesetzlich aufsichtspflichtigen) Eltern durch den Betreuungsvertrag die vertragliche Aufsichtspflicht. Es besteht grundsätzlich keine Aufsichtspflicht für Kinder, für die kein Betreuungsvertrag geschlossen wurde.

 

(2)       Die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ ist berechtigt, die übernommene vertragliche Aufsichtspflicht auf die Einrichtungsleitung sowie die weiteren pädagogischen Mitarbeiter/innen zu übertragen.

 

(3)       Die Aufsichtspflicht der katholischen Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ bzw. des pädagogischen Personals erstreckt sich auf die gesamte vertraglich gebuchte Zeit des Aufenthaltes im Kindertagarten, einschließlich der Ausflüge vormittags wie nachmittags. Die Aufsichtspflicht beginnt, wenn das Kind den Bereich der Einrichtungen betritt und von dem pädagogischen Personal mit Handschlag übernommen wird. Die Aufsichtspflicht endet mit Übergabe des Kindes über Handschlag an die Eltern oder die zur Abholung berechtigte Person. Zur Abholung berechtigte Personen müssen mindestens 12 Jahre alt sein.

  

(4)       Die Aufsichtspflicht auf dem Weg zu und von der Einrichtung obliegt den Eltern. Dies gilt regelmäßig auch dann, wenn das Kind allein oder in Begleitung eines Geschwisterkindes in die Kindertageseinrichtungen kommt bzw. nach Hause geht oder ein Kindergartenbus die Kinder bringt oder holt.

 

(5)       Soll ein Kind den Heimweg alleine oder in Begleitung eines Geschwisterkindes antreten dürfen, so ist hierfür die vorherige schriftliche Einverständniserklärung der Eltern erforderlich.

 

(6)       Die zur Abholung des Kindes berechtigten Personen sind der Einrichtungsleitung bzw. der Gruppenleitung schriftlich und im Voraus mit Vor und Nachname und aktueller Telefonnummer zu benennen. Eine telefonische Benachrichtigung ist grundsätzlich nicht ausreichend.

 

§ 7

[Mitwirkungspflichten der Eltern]

 

Eine sinn- und wirkungsvolle pädagogische Arbeit in dem Kindergarten zum Wohle des Kindes ist ohne partnerschaftliche Mitarbeit der Eltern nicht möglich. Die Eltern sollen nach Möglichkeit regelmäßig an den Elternveranstaltungen teilnehmen und die angebotenen Entwicklungsgespräche wahrnehmen.

 

 

  

§ 8

[Krankheitsfälle]

 

(1)       Erkrankungen des Kindes sind der Gruppenleitung unverzüglich mitzuteilen. Mitzuteilen sind insbesondere Krankheiten, die nach näherer Maßgabe des Gesetzes zur Verhütung und Bekämpfung von Infektionskrankheiten beim Menschen (Infektionsschutzgesetz) der Meldepflicht unterfallen, wie z.B. Botulismus, Cholera, Diphterie, akute Virushepatitis, virusbedingtes hämorrhagisches Fieber, Masern, Meningitis sowie Lausbefall. Auch die Erkrankung eines Familienmitglieds an einer dieser Krankheiten ist der Einrichtungsleitung unverzüglich mitzuteilen. Nähere Informationen sind der Anlage zum Infektionsschutzgesetz im Betreuungsvertrag zu entnehmen. 

 

(2)       Kinder die krank oder einer der in Absatz 1 genannten Erkrankungen verdächtig sind, dürfen die Kindertageseinrichtung nicht besuchen. Die Wiederzulassung zum Besuch der Einrichtung ist abhängig von der Vorlage einer ärztlichen Unbedenklichkeitsbescheinigung. Dasselbe gilt bei ansteckender Erkrankung von Familienmitgliedern.

Hat ein Kind Fieber, Durchfall oder Erbrochen darf es 48 St. den Kindergarten nicht besuchen.

 

(3)       Besonderheiten bezüglich der Gesundheit des Kindes sind der Einrichtungsleitung mitzuteilen. Dies betrifft insbesondere Behinderungen, Anfalls- oder Bluterkrankungen, Allergien oder Unverträglichkeiten.

Ärztlich verordnete Medikamente werden nur in besonderen Fällen und nur nach schriftlicher Vereinbarung mit den Eltern von den pädagogischen Mitarbeiterinnen verabreicht.

 

§ 9

[Versicherungsschutz]

 

(1)       Die Kinder sind nach näherer Maßgabe der gesetzlichen Bestimmungen in der gesetzlichen Unfallversicherung versichert. Der Versicherungsschutz besteht für den direkten Weg zu und von dem Kindergarten, während des Aufenthaltes in der Einrichtung sowie während der Teilnahme an Veranstaltungen der Einrichtung außerhalb deren Grundstücks.

 

(2)       Jeder Unfall oder sonstige Schadensfall ist der Einrichtungsleitung bzw. der Gruppenleitung unverzüglich mitzuteilen. Alle Unfälle auf dem Weg zu und von dem Kindergarten sind zu melden, auch wenn eine ärztliche Behandlung nicht erforderlich ist.

 

(3)       Für alles in die Einrichtung Mitgebrachte wie Turnsachen, Kleidung, Spielzeug, Schmuck und ähnliches übernimmt die katholische Pfarrkirchenstiftung „Mariä Himmelfahrt“ keine Haftung. Dies gilt insbesondere für den Fall des Verlustes, der Verwechslung oder der Beschädigung.

 

§ 10

[Inkrafttreten]

 

Diese Ordnung für Kindertageseinrichtungen tritt mit dem 01. 09. 2020 in Kraft.

 

Höchstädt, den 29.08.2020 

 

 

 

____________________________             (Siegel)                                    ___________________________

      Kirchenverwaltungsvorstand                                                               Kirchenpflegerin

         Daniel Ertl, Stadtpfarrer                                                                  Hildegard Wanner

 

Erläuterung:

Der in dieser Kindertageseinrichtungsordnung verwendete Begriff der „Eltern“ umfasst alle Formen der Personensorgeberechtigung, also alle Personen, denen das Personensorgerecht für Minderjährige zusteht

 

  • Vater und Mutter (§ 1626 Abs. 1, § 1626 a Abs. 1, § 1754 Abs. 1 BGB)
  • ein Elternteil (§ 1626 a Abs. 2, § 1671 Abs. 1, § 1680 Abs. 1, § 1754 Abs. 2 BGB)
  • Vormund (§ 1793 BGB)
  • Pfleger (§ 1915 BGB)
   
© Katholische Kirchenstiftung Mariä Himmelfahrt Höchstädt